Galeriehaus Hof contemporary arts +++ performances +++ art of music +++ poetry

Galeriehaus Hof

Werner surft jetzt über der Titanic!

Warum der Danner nicht kommt

Januar 16th, 2022

Es hätte ein wundervoller Abend werden können: „Humoristisch ausgefeilte Wut und launig entgleisende Verzweiflung“ hätte laut Mannheimer Morgen den Galeriehaus-Gast erwartet.

Das Galeriehaus ist aber geschlossen, was auch mit Wut und Verzweiflung zu tun hat. Das Galeriehaus ist geschlossen, weil es defacto eine Schankwirtschaft ist. Und die sind nun mal im Rahmen der Pandemiebekämpfung geschlossen. Macht auch Sinn, denn das Galeriehaus ist ja von je her immer gerammelt voll. Bis unter die Decke. Und bei Veranstaltungen sowieso.

Nein, ich bin kein Gegner der aktuellen Maßnahmen, ganz im Gegenteil. Ich gehöre nicht zu denen, die in jedem zweiten Satz „Grundgesetz“ oder „Freiheit“ sagen. Mir ist vollkommen klar, dass eine Gemeinschaft nur dann funktioniert, wenn es in ihr Regeln gibt. Auch, wenn diese Regeln Verzicht bedeuten.

Was ich aber nicht verstehen kann, ist die Ignoranz und Gleichgültigkeit der Politik gegenüber einer Kulturszene. Wenn eine Lufthansa schreit, werden Milliarden an Hilfen gewährt. Das ist auch gut so. Wenn aber eine Veranstaltungswirtschaft, die mit etwa 243.000 Unternehmen, rund 81 Milliarden Umsatz und zirka 1,130 Millionen Erwerbstätigen den Bach runter geht, dann kümmert das scheinbar niemanden. Oder anders: das Galeriehaus ist zu und Kurzarbeitergeld gibt es nicht.

Die von Bund und GEMA aufgestellten Hilfsprogramme sind gemacht von Leuten, die sicher noch nie ein Konzert veranstaltet haben. Das Programm Live100 – das Galeriehaus hat sich darauf beworben – sieht vor, dass der Veranstalter zunächst für die halbe Fördermenge in Vorleistung geht. Bei 4000 Euro Förderung sind das halt mal 2000 Euro Vorfinanzierung über zwei Jahre. Das kann keine kleine Bühne auch nur ansatzweise leisten. Das Förderprogramm ist keine Hilfe, sondern ein weiterer Sargnagel.

Und wenn ich den Danner trotzdem gemacht hätte? Es gilt 2G+, was die Zuschauerzahl deutlich dezimiert. Mit der Limitierung auf 25% der maximalen Zuschauerzahl sitzen dann zehn Leute im Galeriehaus, mit einer Hutsammlung kommt man da auf vielleicht 75 Euro „Abendkasse“. Auch wenn es der Danner ohne Gage gemacht hätte: Allein das Hochfahren eines stillgelegten Galeriehauses kostet deutlich mehr.

Die kleine Kultur stirbt gerade. Sie stirbt, weil sich niemand darum kümmert. Da können wir auch jeden Tag unsere Veranstaltungsorte rot beleuchten: es wird niemand wahrnehmen. Und deswegen gibt es keinen Danner.

Neujahr!

Dezember 30th, 2021

Das Galeriehaus wünscht euch einen guten Rutsch in das neue Jahr!

Natürlich wünschen wir das nicht ohne musikalische Grüße. Die Beastie Boys sind ja jazzige Crossover-Könner. Und sie dürften im Galeriehaus spielen. Ne, sie müssten eigentlich…https://youtu.be/lrVnHjeQgiQ

We are closed

November 21st, 2021

Das Galeriehaus schließt bis – erst mal – zum 15. Dezember seine knarrende Eingangstür.

Die geplanten Konzerte von Peter van H., Jo Aldingers Downbeatclub und Simon Kempston finden somit erst mal nicht statt, werden aber so schnell es geht nachgeholt, wenn es die Lage zulässt.

Euer Micha

Zeilen & Zoigl: „Die Stunde der Wut“, 15.10., 20 Uhr

Oktober 15th, 2021

Zu unserer nächsten Zeilen & Zoigl-Lesung haben wir den renommierten Politthriller Autor Horst Eckert eingeladen, mit dem 2018 unsere gemeinsame Lesungsreihe von Galeriehaus und Buchhandlung Kleinschmidt startete.

Der neue Roman des „Großmeisters des deutschsprachigen Politthrillers“ (hr2): Hauptkommissar Vincent Veih stößt bei seinen Ermittlungen zum Mord an der Tochter eines Psychiaters auf einen Sumpf aus Gier und Korruption, der bis in die eigene Behörde reicht.Mit seinem neuen Roman DIE STUNDE DER WUT präsentiert der Düsseldorfer Autor Horst Eckert einen rasanten Politthriller voller aktueller Bezüge.


Horst Eckert wurde 1959 in Weiden/Oberpfalz geboren und lebt seit vielen Jahren in Düsseldorf.Nach dem Studium der Politikwissenschaften arbeitete er fünfzehn Jahre als Fernsehjournalist, u.a. für die „Tagesschau“. 1995 debütierte er mit „Annas Erbe“. Seine Romane wurden mehrfach ausgezeichnet und übersetzt.Der Eintritt beträgt wie immer 5 Euro.

Samstag, 9.10.: geschlossene Gesellschaft

Oktober 9th, 2021

Ausstellungseröffnung: 24, 7. Oktober, 20 Uhr

Oktober 3rd, 2021

Das Galeriehaus Hof zeigt ab 7. Oktober 2021 die Dreifach-Ausstellung „24″ der Fotografen Jan-Dirk Müller-Esdohr, Dietmar Harms und Andreas Nawroth, die mit genau 24 Arbeiten Einblick in ihr fotografisches Schaffen geben und dabei gleich mehrere Schwerpunkthemen ansprechen.Von der Natur, über den Menschen in SW-Darstellung sowie abstrakten Bildmontagen bis hin zu experimentell wirkenden Lightpaintings. Die Motive aus dem Alltag werden neu inzeniert, neu interpretiert und auf die eigene Sichtweise dargestellt.

Musikalisch wird die Ausstellungseröffnung am 7. Oktober 2021, um 20 Uhr von Gerhard Plietsch am Klavier begleitet. Dabei interpretiert und improvisiert er die Motive und wandelt sie in zauberhafte Tonkompositionen. Wir dürfen also gespannt sein.
Das 3G-Konzept gilt auch bei uns und wird entsprechend umgesetzt. Kommt vorbei, lasst euch inspirieren und habt einfach ne gute Zeit! Wir sehen uns…
Ausstellungsdaten: Donnerstag, 7. Oktober, 20 Uhr bis ca. Ende November. Weniger anzeigen

Zeilen und Zoigl noir | Lesung mit Roland Spranger & M. Kruppe, 18. September, 19:30 Uhr

September 5th, 2021

Der Hofer Dramaturg und Krimiautor Roland Spranger liefert sich mit dem Leipziger Autor und Rezitator M. Kruppe einen literarischen Schlagabtausch vom Feinsten. Abgründe gescheiterter Existenzen, die mit Gold kaum aufzuwerten sind: Mit Herz zeichnen die beiden in ihren Büchern „A Kind Of Blue“ und „Geschichten vom Kaff der guten Hoffnung“ auf ganz unterschiedliche Weise Figuren, (gebrochene) Lebenswege und Dramen nach, bei denen (leider? konsequenterweise?) der ein odere andere auf der Strecke bleibt. Mord trifft die Liebe zum Gescheiterten, und dazwischen ist viel Spielraum für einen der Freundschaft der beiden ganz eigenen Humor, der sich da auf der Bühne entfalten wird.
_Zur Veranstaltung wird es einen Büchertisch geben.

Das Galeriehaus kommt zurück.

August 30th, 2021

Ab 2. September, 19 Uhr, steht die wahrscheinlich liberalste Kneipe der Stadt wieder zur Verfügung. Die Öffnungstage sind dann Donnerstag, Freitag und Samstag. Das 3G-Konzept gilt auch bei uns und wird entsprechend umgesetzt.Kommt vorbei und diskutiert und lacht und habt ne gute Zeit!

Fröhliche Weihnachten!

Dezember 23rd, 2020

Natürlich ist in diesem Jahr alles anders. Aber vielleicht lässt dieses anders sein auch wieder zu, dass Weihnachten wieder etwas mehr zu dem wird, was es einmal war: ein ruhiges Fest.

Das Galeriehaus wünscht euch auf jeden Fall ein ganz wunderbares und gesundes Weihnachten!

Lockdown #2

Oktober 29th, 2020

Liebe Galeriehaus-Gang, ihr habt es ja aus den Medien vernommen: diesen Freitag und Samstag ist das Galeriehaus zum letzten Mal geöffnet, danach ist Lockdown und keiner weiß, wie lange der dauern wird.

Da an den beiden letzten Öffnungstagen eine Sperrstunde ab 22 Uhr gilt, öffne ich das Galeriehaus bereits um 19 Uhr. Der erneute Lockdown trifft wieder die, die die kleinste Lobby haben, nämlich Kneipen und Veranstalter. Welche Auswirkungen das noch haben wird, werden die kommenden Monate zeigen.

Bitte seid vernünftig und reduziert mögliche Ansteckungsgefahren, tragt Maske und haltet Abstand. Nur so kommen wir da raus.

Ich freue mich auf zwei „letzte Abende“ mit euch!

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